Emonds

Drei Jahre nach dem Sturm auf die Bastille erreicht die Französische Revolution Oppenheim. Die
kleine Stadt am Rhein gehört damals zur Kurpfalz und wird im Oktober 1792 von französischem
Truppen besetzt und unter militärische Verwaltung gezwungen.
Vertreten wird die Stadt in dieser Zeit und in den Folgejahren von Ferdinand Emonds der als
Stadtschreiber Verwaltungschef im Rathaus ist. Emonds führt die Stadt mit Mut und Entschlossenheit durch epochale politische und gesellschaftliche Umwälzungen, durch Mangel und Entbehrungen, Unterdrückung und Zwang, Härte und Ignoranz.
Emonds stellt der Gewalt einer militärischen Übermacht seinen unerschütterlichen Glauben an die
Macht des Rechts entgegen. Dabei erweist er sich als geschickter Diplomat und schlauer
Verhandlungspartner, der bereit ist, unumgängliche Veränderungen hinzunehmen, der Neuerungen aufgeschlossen ist und dessen Visionen schließlich Feindschaften und Grenzen überwinden.
Ferdinand Emonds (1754-1813), ein Politiker mit Vorbildfunktion. Bis heute…

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