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Norbert Schultze aus Oppenheim schrieb am November 1, 2017 um 3:21 Uhr:
Ich habe Ihren Rheinhessischen Kriminalroman "Windrad Mafia" mit Vergnügen und Spannung gelesen. Wenn die Geschichte auch frei erfunden ist, steckt in den Beschreibungen durchaus Realität drin. Sie skizziert die Problematik vom gültigen Mainstream aus meiner Sicht ziemlich treffend. Ich habe einige Dinge selbst noch mal recherchiert und bestätigt gefunden. Für mich war besonders lehrreich, Kehrseiten der Energiegewinnung aus erneuerbaren Ressourcen kennenzulernen, welche nicht vernachlässigt werden dürfen, wenn die Energiewende wirklich nachhaltig erfolgreich werden soll. Man erschrickt zum Beispiel, wenn man sich ausmalt, welche Folgen die Ausbeutung der seltenen Erden in anderen Erdteilen auf die Umwelt und Menschen haben wird. Besonders, wenn in naher Zukunft auch noch der Zwang zur Elektromobilität ausgerufen wird. Gibt es überhaupt genug seltene Erden für die dann notwendig werdenden unendlich viele Akkus für Autos, Schiffe, Flugzeuge und was sonst noch? Schaffen wir dadurch wieder neue Fluchtursachen? Da haben Sie mit ratlos gemacht! Ich meine aber, wenn wir solche Fragen offen diskutieren dürfen, entsteht wieder Hoffnung. Jetzt bin ich neugierig auf Ihre anderen Rheinhessischen Kriminalromane!
Dr. Wolfgang Thüne aus 55276 Oppenheim schrieb am November 1, 2017 um 9:37 Uhr:
Er ist ein Rheinhessen-Krimi der gehobenen Klasse, sprachlich gut formuliert, zudem informativ und auch politisch äußerst brisant. Es geht schließlich um die Rettung der Welt vor der drohenden „Klimakatastrophe“, aber auch um Einfluss, Geld, Gier, Macht! Und da werden schon mal die Ärmel hoch gekrempelt, wird mit wenig Gefühl doch harten Bandagen gekämpft, bis zu raffiniert inszenierten Morden. Der Autor betont, dass zwar alles fiktiv und inszeniert ist, aber die Bezüge zur Region, zur Wirklichkeit sind geradezu handgreiflich, wenn man sich das hügelige Rheinhessen, in dem die riesigen Windrotoren wie Pilze aus dem Boden schießen und die toskanische Landschaft verspargeln, betrachtet. Zentrum des grausigen Geschehens ist die Gemeinde Wörrsdorf mit dem Windkraftanlagenbauer Blowi AG. Es beginnt mit einer großen Explosion, bei der gekonnt das Bürogebäude dem Boden gleich und der ehemalige Firmeninhaber und jetzige Aufsichtsratsvorsitzende platt gemacht wird. Fast zeitgleich kommt in Mainz ein sehr bekannter und wohlhabender Architekt und Planer unter mysteriösen Umständen ums Leben. Darum rankt Frieder Zimmermann seine Kriminalgeschichte, und zwar sehr realistisch und logisch klug aufgebaut, so dass die Sache zwar immer komplizierter aber bis zum Ende spannend und nachvollziehbar ist. Eine zentrale zwielichtige Rolle spielt auch der Bürgermeister von Wörrsdorf und Landtagsabgeordnete Engelhard. Wie akribisch die Polizei die Sache angeht und (fast) aufklärt, wie die Medien mitmachen, welche Rolle das Geld in seiner internationalen Vernetzung spielt, bis zur wohl organisierten italienischen Mafia wie dem neuen Besitzer der Blowi AG, einem global agierenden Energiekonzern aus Ludwigshafen, dem es ausschließlich um maximalen Gewinn geht. Naiver religiöser Schöpfungsglaube und brutale Geldgier stoßen frontal aufeinander. Und all dies wurde von der Politik initiiert und wird vom Staat indirekt gefördert durch eine Glorifizierung und Subventionierung einer Energiequelle wie dem windigen Wind, der besonders über Rheinhessen wenig ergiebig ist und nur maximal ein Viertel der Zeit eines Jahres real Strom produziert. Wer allein in den Wind investiert, muss sich bewusst werden, dass er dreiviertel des Jahres ohne Strom, ohne Internet, ohne Fernsehen ist. Für Energiekonzerne aber eine fantastische Konstellation: „Wir können eine gigantische Investition realisieren, unsere Marktposition damit verbessern und nationale wie europäische Fördermittel abrufen. Das wird unsere Aktionäre in die Ekstase treiben.“ Und wer zahlt am Ende die ganze Zeche? Der Verbraucher, wir Steuerzahler ganz alleine. Diese Einsicht allein macht den Krimi so wichtig und empfehlenswert. Oppenheim, den 27. Oktober 2017 Dr. Wolfgang Thüne